Das waren die Fright Nights 2011

Das Filmfestival Fright Nights 2011 – das ultimative Fest der Angst – hat am Sonntag mit einer erfreulichen Bilanz abgeschlossen: 44 Filme lockten in 40 Vorstellungen 1779 Horrorfans in das gastgebende Wiener Megaplex beim Gasometer und sorgten für lebhafte Gespräche zwischen Publikum und Filmemachern.

Gleich drei „Silberne Hände“ räumte „Tartarus“ von Stefan Müller ab: bester Amateurfilm, beste Darstellerin (Ines Gruber) und bester Darsteller (Martin Kroissenbrunner). Dieser Film wird ab 18: November ins reguläre Programm des Wiener Megaplex am Gasometer übernommen. Als bester Profifilm wurde „Masks“ von Andreas Marschall ausgezeichnet, die Hauptdarstellerin Susen Ermich erhielt ebenfalls einen Preis. Bester Kurzfilm wurde „Teufelsnacht“ von Florian Puchert und Wolfgang Böhm. Einen Sonderpreis erhielt die Retro-Horrorkomödie „The Preening Swan“ von Thomy Kessler, die als abgerundetes Gesamtwerk begeisterte.

Vor allem aber erhielten viele junge Regisseure, SchaupielerInnen und Produzenten erstmals die Möglichkeit, ihre Werke in professioneller Umgebung, in einem großen Kino einem erwartungsvollen und kritischen Publikum zu präsentieren. Dazu kam der rege Austausch der Filmemacher untereinander – einschließlich der internationalen Gäste wie Paul Ward und Gen Seto. Zahlreiche Kontakte wurden geknüpft und neue Projektideen sprudelten.

Laut Festivalleiter Heinz Olbrich ist die Qualität der eingereichten Filme enorm gestiegen, so dass nicht alle guten Werke auf den vorderen Wettbewerbsplätzen landen konnten. Bemerkenswert ist auch, dass die Zahl der Einreichungen aus Österreich stark zugenommmen hat – wozu die Aufbauarbeit von sieben Jahre Fright Nights vielleicht etwas beigetragen hat.

Bewährt hat sich auch der Standort-Wechsel ins Megaplex Hollwood beim Gasometer in Wien-Simmering. Dadurch konnten neue Publikumsschichten dort abgeholt werden, wo sie immer hingehen: ins Mulitplexkino.

Die Fright Nights sind ein Low Budget Independent Festival, das bisher von öffentlicher Seite nicht gefördert wird, sondern vom Zuspruch des Publikums, der Begeisterung der Filmemacher und dem Engagement einiger unverbesserlicher Horror-Liebhaber lebt. Filmförderung in eigener Sache sozusagen. Die nächsten Fright Nights finden im November 2012 am selben Ort statt.

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